Idee
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Zur Projektidee Die Linie 11 ist die längste Straßenbahnlinie Frankfurts. Sie verbindet das Zentrum mit sieben Stadtteilen, die sich, was ihren sozialen und wirtschaftsstrukturellen Wandel betrifft, in vielen Punkten ähneln. Die Kinder- und Jugendeinrichtungen in diesen Stadtteilen wurden angefragt, ob sie in Zusammenarbeit mit einer Schule im Stadtteil und unter Beteiligung von Künstlerinnen und Künstlern ein Projekt durchführen möchten, in dem Jugendliche mit künstlerischen Mitteln ihre Sicht auf den Stadtteil artikulieren. Die Ergebnisse sollten dann in einer gemeinsamen Veranstaltung präsentiert werden.
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| Als Koordinatoren des Projekts fungierten Daniel Rottner vom Falkenheim Gallus und Martin Karlson vom Schülertreff Kids Ostend. Ausgehend vom Standort ihrer Einrichtungen haben sie die Projektfolge entlang der Linie 11 initiiert. Das gesamte Projekt wurde möglich Dank der Förderung durch die Stadt Frankfurt (Jugend- und Sozialamt, Amt für multikulturelle Angelegenheiten), den Fonds Soziokultur und den Frankfurter Jugendring. Die inhaltlichen Hintergründe für das Projekt, wie auch die Ziele, die damit verfolgt werden , sollen im Folgenden kurz skizziert werden. Unsere Viertel sind bewohnt von Migrantenfamilien, die einst von Bahn und Industrie in diese Stadt geholt wurden. Spätaussiedler und Familien aus Kriegs-, Bürgerkriegs- und Krisenregionen sind in den letzten zwanzig Jahren zugezogen. Die Kinder und Kindeskinder all dieser Familien besuchen unsere Einrichtungen und hab en es oft nicht leicht, sich in einer Umgebung zurecht zu finden, in der zum Teil ganz andere Dinge wichtig sind als das, was in ihrer familiären Welt große Bedeutung hat. Erst recht gilt dies aber für ihre Eltern, die häufig Distanz wahren zu den Erziehungs- und Bildungsinstitutionen, sei es weil sie genug zu tun haben, den Lebensunterhalt der Familie zu erwirtschaften und froh sind, ihre Kinder aufgehoben zu finden. Die Jugend-Kultur-Werkstatt konnte Eltern oder andere Verwandte der Jugendlichen und Kinder meist dann gut erreichen, wenn sie als Gäste der kulturellen Präsentationen ihrer Kinder eingeladen waren. Deshalb versprechen wir uns von einer Projektfolge, die sich mit künstlerischen Produktionen aus der Kooperation von Schule und Jugendeinrichtungen in die Stadtteile hinein bewegt, einen beispielhaften Schub für die unmittelbar beteiligten Institutionen, aber auch eine Signalwirkung für die Stadt insgesamt. |
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Auch unsere Einrichtungen werden nicht so bleiben wie sie sind. Die Krise der öffentlichen Haushalte wirft längst ihre Schatten voraus. Zugleich kann uns die PISA-Debatte nicht unberührt lassen, die Diskussion um eine Neubestimmung der Aufgaben der Jugendhilfe und damit auch der offenen Kinder- und Jugendarbeit angesichts der Forderung nach bzw. der Entwicklung zu Ganztagsschulen ist längst eröffnet.
Als eine Antwort auf die Gründung der Paul-Hindemith-Gesamtschule im Gallus als Ganztagsschule (1985) hat sich das Haus der offenen Tür, Falkenheim Gallus ab 1990 zur Jugend-Kultur-Werkstatt weiterentwickelt. Seit 1990 arbeitet die Jugendkulturwerkstatt mit Schulen des Gallus und angrenzender Viertel in künstlerischen Projekten zusammen. Im Ostend hat sich die Entwicklung erst in jüngster Zeit vollzogen. Mit der Schaffung eines Nachmittagsangebots an der Gerhart-Hauptmann-Schule im Ostend 2002 gibt es auch hier eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und der Jugendeinrichtung Kids Ostend, die auch eine Projektwoche mit der Schule durchgeführt hat. Mit dem Projekt wollten wir auch erreichen, dass die Verbindungen zwischen Jugendeinrichtungen und Schulen stärker und vielfältiger werden. Erst in einer konkreten Zusammenarbeit können beide Seiten erkennen, wie sie sich ergänzen und einander unterstützen können. Essentials der Projekte Die Wahl der künstlerischen Mittel wollten wir nicht eingrenzen: Ob es sich um Video, Ton- Dia- Schau, Malerei, Skulptur, plastisches Gestalten, Musik, Tanz oder Theater handelte - wichtig waren nur die folgenden Aspekte:
Die Jugend-Kultur-Werkstatt Falkenheim Gallus hat in der Initialphase der Projektfolge eine Ton-Dia Schau zum Leben in und entlang der Linie 11 produzieren lassen , die - finanziert aus Mitteln des Integrationspreises der Stadt Frankfurt, der ihr 2003 verliehen wurde - dazu half, das Projekt öffentlich bekannt zu machen und Förderer und Unterstützer zu werben. Alle teilnehmenden Einrichtungen haben eine Vorstellung ihres Hauses und des von ihnen geplanten Projekts erarbeitet. In einer Präsentation am 24.11.04 wurden die Vorhaben der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Die Umsetzung erfolgte in der Zeit zwischen Januar und Mai 2005. Am 4. Juni fand die Abschlusspräsentation im Jugendkulturzentrum Höchst statt, in der alle Projekte dokumentiert wurden. Daneben wurden die Ergebnisse in den Stadtteilen dezentral vorgestellt. Für die Dauer von 3 Wochen sind die Produkte in einer abschließenden Ausstellung in der zentralen Stadtbücherei der Stadt Frankfurt im November 2005 zu sehen. |
Essentials der Projekte